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Konzept für Internationale Gartenbauausstellung vorgestellt


23.11.09, Pressemitteilung
Berlin wird im Jahr 2017 die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) auf dem Tempelhofer Feld ausrichten. Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterten heute die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, sowie der Präsident des Zentralverband Gartenbau e.V. ZVG und derzeitige Vorsitzende der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft, Heinz Herker das Konzept und die Planungen für die IGA 2017.

Am 25. November 2008 hatte der Berliner Senat beschlossen, sich um die Ausrichtung einer Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) im Jahr 2017 auf dem Tempelhofer Feld zu bewerben. Mit dem Motto „Der Ort, an dem Ideen lebendig werden. Hallo Tempelhof!“ bewarb sich Berlin im März 2009 um den Zuschlag für die IGA 2017 bei der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft (DBG). Die international stark beachtete Veranstaltung wird als Weltausstellung beim Bureau International des Expositions (BIE) in Paris registriert und nur alle 10 Jahre in Deutschland vergeben. Die letzte IGA fand 2003 in Rostock statt (ausnahmsweise Turnus von 14 Jahren).

Die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft freut sich mit Berlin auf die Durchführung der Internationalen Gartenbauausstellung. Heinz Herker, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) und Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG): „Der deutsche Gartenbau freut sich über diese Entscheidung aufgrund des überzeugenden Konzeptes und sieht einer spannenden Zusammenarbeit entgegen. Schon einmal haben sich Planer und die Gärtner aller Sparten eines Flughafengeländes angenommen, nämlich in München 2005. Schon einmal gab es eine BUGA in Berlin, 1985. So gibt es Anknüpfungen an vergangene Gartenschauen, aber dennoch ist das Tempelhofer Feld mit nichts davon vergleichbar. Hier geht es einerseits um eine Fläche, die viel freien Spielraum bieten wird für die Gestaltung in Grün, mit Blumen und Pflanzen aller Art. Andererseits bietet das für die IGA vorgesehene Areal ganz besondere Charaktereigenschaften und Aufgaben, vor allem im Wechselspiel mit den zahlreichen bürgerschaftlichen Wünschen an das gesamte Nutzungskonzept oder auch im Zusammenklang mit der historischen Architektur. Die berufsständische Gemeinschaft wird hier mit viel Kreativität wieder etwas Besonderes schaffen und etwas, das bleibt: für die Menschen in und um Berlin, für die Gäste aus aller Welt."

Senatorin Junge-Reyer: „Wir freuen uns und fühlen uns geehrt, die nächste Internationale Gartenbauausstellung durchführen zu können. Die Entwicklung des Tempelhofer Feldes bekommt damit einen Schub, der nicht nur dem Projekt Tempelhof sondern der ganzen Stadt zu Gute kommt. Mit der Durchführung der IGA 2017 verfolgt Berlin das stadtentwick­lungspolitische Ziel, die Parklandschaft Tempelhofer Feld als neuen öffentlichen Freiraum zu entwickeln und dauerhaft zu etablieren. Berlin ist der ideale Standort für eine moderne und zeitgemäße Gartenbauausstellung: Viele kreative und neugierige Menschen werden sich als Ideengeber, Unternehmer und Akteure an IGA-Projekten beteiligen und damit die Garten­schau zu einem besonderen Ereignis machen. So ist jetzt schon geplant, dass es eine Kooperation zwischen den IGA-Machern und der Modemesse Bread&Butter geben wird.“

Die IGA Berlin 2017 wird ein ca. 170 Tage währender Veranstaltungs- und Ausstellungssommer für alle Berlinerinnen und Berliner und ihre Gäste sein. Das nun ausgewählte Bewerbungskonzept zeigt, auf welchen Flächen sich die vielfältigen Nutzungen ansiedeln und entwi­ckeln können. Die dauerhaften intensiven und extensiven Parkbereiche gliedern sich entspre­chend der bereits heute bestehenden Strukturen. Die attraktiven Bereiche rund um den alten Flughafen werden im Ausstellungsjahr 2017 zum Kerngelände der IGA. Das sogenannte IGA-Schaugelände liegt im Norden des Tempelhofer Feldes und weist eine Größe von ca. 100 Hektar auf. Das Flächenkonzept ist so angelegt, dass es auf den bevorstehenden Entwick­lungsprozess flexibel reagieren kann; im weiteren Planungs- und Gestaltungsprozess werden die Flächenzuordnungen immer weiter konkretisiert. Zu Beginn des nächsten Jahres wird der land­schaftsplanerische Ideen- und Realisierungswettbewerb für die Parklandschaft ausgeschrieben.

Die IGA-Idee sieht vor, dass das ganze Tempelhofer Feld mit seinen verschiedenen Nutzungen und Akteuren zu einer vielgestaltigen Gartenschaukulisse wird. So wird die IGA Teile des Gebäudes als zentralen Eingangs- und Empfangsbereich nutzen und in einem Hangar Hallen­schauen zeigen. Zur Präsentation der gärtnerischen Freilandschauen eignen sich ganz beson­ders die bereits bestehenden landschaftlichen Parkstrukturen am nördlichen Rand des Flugha­fens sowie der „Alte Flughafen“. Die vorhandenen Bäume und Sträucher bilden hier den pas­senden Rahmen für die Grundstruktur der Gartenbauausstellung. Sie haben das räumliche Po­tenzial für Erholung, Sport, Spiel, Sinnesgenuss und zum Wohlfühlen. Ebenfalls zählen die zahl­reichen Themengärten und alle Inhalte der Umweltpädagogik dazu.

Innerhalb der gesamten Parklandschaft entstehen Parkelemente und Ausstellungsbeiträge, die neu und zukunftsweisend sein sollen. Wie geht man beispielsweise in Zeiten des Klimawandels und zunehmender Trockenheit mit dem Thema Bewässerung in unseren Breiten um? Welche Pflan­zenarten sind am besten für Dürreperioden im Sommer geeignet? Wie können Naturschutz, Biodiversität mit Erholung und Freizeitaktivitäten verbunden werden? Für diese Nutzungen bie­ten sich die weiter südlich gelegenen Flugfeldpartien sowie auch einige Bereiche im Flughafen­gebäude mit dem Vorplatz, den Hangars und dem Rollfeld an.

Auf der nördlichen Landebahn sind Nutzungen wie Spiel, Sport, Bewegung und Mobilität zu erleben. Beiträge, wie das Fortbewegen mit Windenergie oder wasserstoffbetriebenen Fahr­zeugen, könnten hier ebenfalls dazu gehören und würden damit zu den großen Attraktionen auf dem IGA-Gelände zählen.

Die benachbarten Wohnquartiere in Tempelhof, Kreuzberg und Neukölln sollen mit der Tempel­hofer Parklandschaft verbunden werden. Durch die Öffnung zum Volkspark Hasenheide im Nordosten und unter Einbeziehung der Friedhöfe in Neukölln entstehen neue innerstädtische Grünverbindun­gen, die auch gut per Fahrrad genutzt werden können. Senatorin Junge-Reyer: „Keine Stadt in Deutschland ist vielfälti­ger, bunter und lebendiger als Berlin. Die Besucher, vor allem die sehr hohe Zahl der Gartenschaukenner, haben eine ganz klare Erwartung an das, was sie sehen und erleben möchten. In Formen und Farben üppige Pflan­zungen, Neuheiten in den Sortimenten, internationale Garten- und Landschaftsgestaltung auf höchstem Niveau, Floristik und Informationen; dazwischen Ruhe und Entspannung oder Musik, Theater und gute Gastronomie. All diese Wünsche und Erwartungen auf das Beste zu erfüllen, ist unser Ziel für eine erfolgreiche Internationale Gartenbauausstellung Berlin 2017.“

Gartenschauen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass die Investitionen in die Struktur als Katalysator für vielfältige Nachfolgeinvestitionen der öffentlichen Hand aber auch des privaten Sektors wirken und dieser positive Effekt auch über das IGA-Areal hinausstrahlt. Die zu verge­benden Investitions- und Dienstleistungsaufträge verbleiben zum großen Teil in der Region.

Die nächsten Schritte sind die Gründung der IGA Gesellschaft bis zum Sommer nächsten Jah­res und die weitere Präzisierung des Konzeptes mit vielen Akteuren.

Daten und Fakten
Parklandschaft Tempelhof 2017 ca. 250 ha
IGA-Schaugelände 107 ha
IGA Erweiterungskulisse 143 ha
   
   
Durchführungshaushalt IGA Berlin 2017 - Kosten 50,5 Mio €
Durchführungshaushalt IGA Berlin 2017 - Einnahmen 37,0 Mio €
Zuschuss Berlins zum Durchführungshaushalt 13,5 Mio €
   
   
Besucherprognose 3,5 Mio €


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