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Ausgegrabene Säulenhalle von 1913 ist auf dem Olympiagelände wieder sichtbar


07.05.09, Pressemitteilung
Das Berliner Olympiagelände ist um eine historische Attraktion reicher: Neben dem jetzigen Schwimmstadion auf der sog. Frauenwiese erhebt sich eine Säulenhalle, die einst zum Freischwimmbecken des zerstörten Deutschen Stadions gehörte. Dieses Stadion stammte von Otto March und wurde 1913 eingeweiht. Mit den sieben hohen Säulen und der attraktiven Farbgebung in pompejanisch Rot nimmt das Objekt Bezug auf antike Architektur. Der Gang hinter den Stützen erschloss ehemals Umkleideräume und einen Übungsraum.

Rechtzeitig zur Eröffnung der Schwimmsaison übergab Senatsbaudirektorin Regula Lüscher heute die Säulenhalle an die Berliner Bäder-Betriebe. Sie sagte: "Es gibt in Berlin ein starkes Bedürfnis, Geschichtsspuren wieder sichtbar zu machen. Dieses archäologische Fenster gestattet uns, einen Blick in die Geschichte des deutschen Sportes zu werfen. Ich freue mich sehr, dass die Besucher des Olympiabades ab sofort einen ebenso dekorativen wie geschichtsträchtigen Aufenthaltsort nutzen können.

Die Geschichte der Kleinarchitektur erstaunt auch die Denkmalpfleger. Für den Neubau des Olympiastadions in den Dreißiger Jahren von Architekt Werner March musste die Vorgänger-Anlage von 1913, das sog. Deutsche Stadion vom Architekten Otto March, beseitigt werden. Zu ihm gehörte ein Schwimmbecken, dessen Schmalseiten von Säulenhallen gerahmt wurden. Zum Glück rissen die Bauarbeiter in den Dreißiger Jahren die Bauwerke nicht komplett ab, sondern verfüllten sie mit Sand."

Völlig unerwartet kam die Säulenhalle im Winter 2001/2002 bei der Sanierung des Olympiastadions wieder zu Tage - in erstaunlich gutem Zustand. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die Archäologen und Baudenkmalpfleger im Landesdenkmalamt Berlin sowie die Olympiapark GmbH und die Berliner Bäder-Betriebe beschlossen, diesen einzigartigen Fund zu dokumentieren, behutsam zu bergen und an passender Stelle wieder aufzustellen. Die Wahl fiel auf die nahegelegene "Frauenwiese" des 1936 von Werner March neu errichteten Schwimmstadions.

 

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