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Tempelhof: Neues Quartier, Ausstellung und Ergebnisse des "Call for Ideas" vorgestellt


19.01.09, Pressemitteilung
Im Rahmen einer Pressekonferenz im ehemaligen Flughafen Tempelhof stellte heute die Senatsbaudirektorin, Regula Lüscher, eine erste Bilanz des „Call for Ideas“ für das Flughafengebäude sowie die Ergebnisse der ersten Stufe des Wettbewerbs für das nördliche Flughafengelände vor.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung initiierte vom 29. September 2008 bis 5. Januar 2009 einen internationalen Projektaufruf zur Nachnutzung des Flughafengebäudes Tempelhof. Interessenten konnten ihre Projektvorschläge per Internet, E-Mail, Post oder Fax einreichen.




Senatsbaudirektorin Lüscher: „Der Projektaufruf, der sogenannte Call for Ideas, hat noch einmal gezeigt, wie groß das Interesse am ehemaligen Flughafen Tempelhof ist. Wir wollen nationale und internationale Partner und Investoren gewinnen, die konkrete Projekt- und Investitionsideen einbringen. Dies ist uns gelungen, die eingereichten Projektideen erscheinen – nach erster Sichtung - interessant. Wie wirtschaftlich und tragfähig diese Strategien und Konzepte sind, muss nun eingehend geprüft werden. Aber schon heute ist klar, dass wir dem Ziel, ein marktfähiges Nutzungskonzept für Tempelhof für eine zeitlich befristete Zwischennutzung und eine langfristige Nachnutzung des Flughafengebäudes zu entwickeln, näher gekommen sind.“

Innerhalb des Projektzeitraumes besuchten knapp 24.000 Personen die für den Projektaufruf eingerichtete Internetseite. Insgesamt wurden 61 vollständige Projektanträge eingereicht. Am häufigsten wurde Interesse an einer Nutzung der Hangars und des Vorfeldes angemeldet.
Die Bewertung der eingereichten Vorschläge erfolgt durch ein Gremium, das durch Vertreter der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, für Finanzen und für Wirtschaft, Technologie und Frauen, der Senatskanzlei, der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) gebildet wird. Da den Interessenten Vertraulichkeit zugesichert wurde, können seitens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung keine konkreten Projekte namentlich genannt werden.

Parallel zum „Call for Ideas“ für das Flughafengebäude hatte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am 29. September 2008 den internationalen Ideenwettbewerb „Prozessuale Stadtentwicklung Tempelhofer Feld – Columbiaquartier“ ausgeschrieben.

Ziel war, Ideen für die städtebaulich-landschaftsplanerische Entwicklung des nördlichen Flughafengeländes entlang des Columbiadammes zu erhalten. Dabei sollten sich Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten vor allem zunächst Gedanken darüber machen, wie die Flächen des ehemaligen Flughafens Tempelhof mit der benachbarten südlichen Innenstadt auf Kreuzberger und Neuköllner Seite vernetzt werden können. Neben der Formulierung eines langfristigen städtebaulichen Endzustands sollten die Wettbewerbsteilnehmer auch Strategien vorschlagen, wie dieses Ziel in Entwicklungsschritten erreicht werden kann.

Am 18. und 19. Dezember 2008 hat das Preisgericht aus den 80 eingereichten Vorschlägen eine Vorauswahl von 12 Entwürfen getroffen. Die ausgewählten Entwürfe repräsentieren noch ein breites Spektrum sehr unterschiedlicher Szenarien, wie sich die Flächen um den Columbiadamm einmal entwickeln könnten. Die Verfasser der ausgewählten Konzepte werden in einer zweiten Wettbewerbsstufe, die Ende Januar startet, ihre Konzepte auf Grundlage der Empfehlungen des Preisgerichts weiter konkretisieren. Die Entscheidung über diese weiterentwickelten Entwürfe wird im Mai 2009 fallen.

Die 12 ausgewählten Wettbewerbsentwürfe der ersten Stufe werden im Rahmen der Ausstellung „ Tempelhof – Geschichte der Zukunft“ vom 20. bis 22. Januar 2009 von 10 bis 18 Uhr in der Haupthalle des ehemaligen Flughafens Tempelhof, Platz der Luftbrücke in 12101 Berlin öffentlich gezeigt. Die Ausstellung wird am Montag, 19.1. um 15.00 Uhr vom Regierenden Bürgermeister, Klaus Wowereit für geladene Gäste eröffnet. Ab Anfang März wird die Ausstellung erneut im ehemaligen Flughafengebäude zu sehen sein.

Senatsbaudirektorin Lüscher: „Mehr als ein Jahrhundert war das Tempelhofer Feld Schauplatz von Fliegergeschichte und Weltpolitik. Parallel war die Freifläche immer auch Gegenstand großmaßstäblicher Planungen und städtebaulicher Visionen. In Tempelhof wurde Zukunft gedacht. Heute steht Berlin erneut vor der historischen Chance, hier eine Position zur „Stadt der Zukunft“ zu formulieren. Vor diesem Hintergrund stellt diese Ausstellung die Nutzungsgeschichte den utopischen Planungen des 20. Jahrhunderts gegenüber.“

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher stellt die 12 Entwürfe für das Columbiaquartier der Öffentlichkeit in einer Informationsveranstaltung vor, die am Donnerstag, dem 22. Januar im ehemaligen Flughafengebäude stattfindet. Senatsbaudirektorin Lüscher: “Ich lade alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich zur Diskussion über die unterschiedlichen Stadtentwicklungsszenarien und –strategien für das Columbiaquartier ein.“ Anregungen zur Planung des Columbiaquartiers können bis zum 22. Januar auch schriftlich in der Ausstellung abgegeben werden.

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