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Wettbewerb Stadtmuseum Berlin im Marinehaus entschieden


19.09.08, Pressemitteilung
Das Wettbewerbsverfahren "Stadtmuseum Berlin im Marinehaus Berlin Mitte" wurde nach eintä­giger Sitzung des Preisgerichts am 18.09.2008 entschieden. Die Ergebnisse werden in einer Ausstellung in der Bauakademie gezeigt.

Die Eröffnung findet am 25.09.2008 um 18:00 Uhr in der Bauakademie am Schinkelplatz, 10117 Berlin statt. Zu besichtigen ist die Ausstellung von Freitag, den 26. September bis Mittwoch, den 08. Oktober 2008, in der Bauakademie am Schinkelplatz - täglich von 12:00 bis 19:00 Uhr.


Das Stadtmuseum Berlin wird künftig seinen Hauptstandort am Köllnischen Park haben. Das Märkisches Museum und der Saalbau des Marinehauses werden zu einer gemeinsamen musealen Funktionseinheit zusammengefasst. Damit soll die notwenige Bündelung von Museumsfunktionen erreicht werden.

Das Marinehaus wurde 1908 als Vereinshaus eröffnet und erfuhr im Laufe seiner Geschichte durch unterschiedliche Nutzungen vielfache Um- und Einbauten im Inneren. Der für den Umbau vorgesehene Saalbau steht bereits seit 20 Jahren leer. Der Gebäudekomplex ist Bestandteil des Denkmalensembles Am Köllnischen Park.

Der Saalbau des Marinehauses soll zu einem bautechnisch modernen Museumsgebäude mit großzügigen Räumen für Dauer- und Sonderausstellungsflächen umgebaut werden. Dies wird sich auch in der Architektursprache ausdrücken. Ein weiteres Ziel ist, dass der Zusammenhang zwischen Marinehaus und dem Märkischen Museum erkennbar wird.

Es ist ein Raumprogramm mit einer geplanten Nutzfläche (NF) von insgesamt ca. 4.950 m² zu realisieren. Als Gesamtbaukosten nach DIN 276 ist für die Baumaßnahme eine Summe von 23.400.000 Euro vorgegeben.

Die Auslobung erfolgte als begrenzt offener einstufiger Realisierungswettbewerb. In einem vor­geschalteten Bewerbungsverfahren wurden durch ein vom Preisgericht unabhängiges Aus­wahlgremium 20 Teilnehmer ausgewählt.

Die Wettbewerbssumme ist auf der Basis des § 15 HOAI in Verbindung mit der GRW 1995 er­mittelt. Es werden drei Preise und drei Ankäufe mit einer Gesamtwettbewerbssumme von 72.500,– Euro vergeben.

Unter dem Vorsitz des Architekten Prof. Hans Kollhoff entschied das Preisgericht nach ausführ­licher Diskussion wie folgt:
  • 1. Preis Stanton Williams architects, London
  • 2. Preis Mario Bellini Architects, Milano
  • 3. Preis Max Dudler, Berlin

3 Ankäufe
  • 1. AHM Arnke Häntsch Mattmüller Architekten Berlin und as-if architekten Wien
  • 2. Kuehn Malvezzi GmbH, Berlin
  • 3. Ortner & Ortner Baukunst, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Die Jury empfahl die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur weiteren Ausarbeitung und Realisierung.

Auszug aus der Beurteilung des Preisgerichtes:
Das Projekt schöpft seine städtebauliches und architektonisches Potential aus dem Umgang mit dem Bestand und aus der Neufassung des Turms. Der Entwurf erscheint als eine einfache und entschiedene Komposition mit alten und neuen Teilen ist aber tatsächlich eine Komposition die sowohl räumlich-architektonisch wie auch funktional komplex ist. Die einfachen großen Öffnungen in der Straßenfassade, die darüber gelegene Loggia und die Neufassung des Turms in Glas ergeben für das neue Museum eine überzeugende, stimmige Gestalt, die ihre Zugehörigkeit zu unserer Zeit nicht leugnet.

Durch die Auskernung des Gebäudes ergeben sich im innern ausgeglichene Verhältnisse zwi­schen der Wirkung der alten und neu erstellten Ausstellungsräume. Das ist eine Qualität in Be­zug auf die Idee einer homogenen und kontinuierlichen Raumfolge. Im Innern ist die Wahrneh­mung der alten Struktur auf sporadische Erfahrungen beschränkt, so wie man sie von der Ver­wendung alter Architekturteile als Spolien in neuen Gebäuden kennt.

Zuoberst ist eine Aussichtsplattform angeordnet, in welcher die Besucher einen attraktiv ges­talteten Blick über die Stadt genießen und die Stadtentwicklung im Panorama verfolgen können.
Neben dieser großen Form sind die anschließenden Übergänge klug zurückhaltend ausgebil­det, was der Gesamtwirkung nur zuträglich ist. Besonders überzeugend ist der Versuch, das Marinehaus durch die Öffnung der Fensterfront im Erdgeschoss mit dem gegenüber gelegenen Museum in eine unmittelbare Beziehung zu setzen.

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Daniela Augenstein
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