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Rathaus Marzahn in die Denkmalliste aufgenommen


23.07.08, Pressemitteilung
Berlin hat viele Rathäuser. Die meisten stammen aus dem 19. oder frühen 20. Jahrhundert und stehen unter Denkmalschutz. Jetzt hat das Landesdenkmalamt Berlin das Rathaus Marzahn als Baudenkmal in die Denkmalliste Berlin eingetragen, als eines der jüngsten Denkmale von Berlin. Das gab das Landesdenkmalamt heute auf Presseanfragen bekannt.

Das Rathaus entstand 1985-88 nach Plänen der Architekten Wolf Rüdiger Eisentraut und Karin Bock. Die Anregung zur Denkmalüberprüfung ging von der Bezirksverordnetenversammlung und vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf aus, die sich parteiübergreifend und einstimmig für den Denkmalschutz ausgesprochen hatten.

Das Bezirksrathaus Marzahn zählt zu den wenigen Rathausneubauten, die in der DDR als individueller Entwurf für diese Bauaufgabe realisiert wurden. Typologisch und in der Materialwahl knüpft es mit der hohen von Galerien umgebenen Eingangshalle und der Spaltklinkerfassade an die Tradition der Kommunalbauten an. Gleichzeitig nutzte der Entwurf geschickt die Möglichkeiten der industrialisierten Bauweise für eine repräsentative und unverwechselbare Gestaltung des politischen Mittelpunkts im neuen Plattenbaubezirk.

"Das Rathaus Marzahn", so das Landesdenkmalamt, "überzeugt durch seine ansprechende Ziegelfassade mit hohen Fensterbahnen, die das Gebäude zum Helene-Weigel-Platz einladend und offen wirken lassen. Im Inneren fallen das großzügige Foyer und das terrassenförmige Treppenhaus auf."

Seit der jüngsten Ausgabe 2006 zählt das Rathaus Marzahn sogar zu der Auswahl von besonders bedeutenden Bauwerken, die im "Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler" von Georg Dehio aufgeführt sind. Das ehemalige Rathaus Marzahn gilt deshalb auch aus künstlerischen Gründen als ein wichtiges Zeugnis der späten DDR-Architektur und als einer der raren Beiträge, die in den östlichen Bundesländern zum Rathaus-Neubauboom der 1970er und 1980er Jahre in Deutschland entstanden sind.

Seit dem 50-jährigen Jubiläum der Interbau und des Hansaviertels im letzten Jahr legt das Landesdenkmalamt verstärktes Augenmerk auf die Erfassung von Bau- und Gartenzeugnissen der Berliner Nachkriegsgeschichte. Landeskonservator Prof. Dr. Jörg Haspel freute sich, mit dem Rathaus Marzahn auch einem Nachkriegsrathaus im Ostteil der Stadt Denkmaleigenschaften attestieren zu dürfen.

Das Rathaus liegt am Helene-Weigel-Platz 8. Es bildete das kommunalpolitische Zentrum des mit 60 000 Wohneinheiten größten zusammenhängenden Neubau-Wohngebietes der deutschen Nachkriegszeit.


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