Über uns  







Initiative Verhalten im Brandfall
Verhalten im Brandfall

 

Presse und Aktuelles

Berlin stärkt seine Zentren – fünf Zentren ausgewählt!


07.07.08, Pressemitteilung
Die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer hat - unterstützt durch ein Gremium ausgewiesener Fachleute - fünf Zentren ausgewählt, die in den kommenden Jahren mit dem neuen Bund-Länder-Programm "Aktive Stadtzentren" gefördert werden sollen. 2008 soll mit der Turmstraße (Moabit) und der Marzahner Promenade gestartet werden, 2009 sollen dann die City-West (Charlottenburg-Wilmersdorf), die Müllerstraße (Wedding) und die Karl-Marx-Straße (Neukölln) folgen.

Unter 17 teilnehmenden Konzepten empfahl das Expertengremium diese fünf Zentren für das neue Förderprogramm, das der Bund zunächst für einen Zeitraum von acht Jahren angelegt hat. Für 2008 und 2009 stellen die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Bund insgesamt 9 Millionen € Programmmittel zur Verfügung, davon 2008 3 Millionen € und 2009 6 Millionen €. Der Mittelabfluss erfolgt in den Jahren 2008 bis einschließlich 2013.

"Berlin ist eine polyzentrische Stadt. Die vielen unterschiedlichen und sehr lebendigen Zentren in Berlin sind wirtschaftliche, soziale und kulturelle Kerne der Quartiere, sind entscheidend für die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihren Wohnort, sind aber auch Visitenkarten für die gesamte Stadt" so Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer. "Somit zählt ihre Entwicklung zu den vordringlichen Aufgaben der Stadtentwicklung. Dieses Ziel verfolgen wir nachdrücklich mit dem neuen Programm".

Am 16. Januar 2008 begann das Bewerbungsverfahren für die Teilnahme an dem Programm Aktive Stadtzentren. Die Bezirke reichten bis zum Stichtag am 31. Mai 2008 für 17 der 18 teilnahmeberechtigten Zentren und Geschäftsstraßen Konzepte ein. Für deren Erarbeitung hatte die Senatsverwaltung jeweils 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Am 27. Juni 2008 tagte ein Expertengremium und empfahl der Senatorin am Ende fünf Konzepte für eine Aufnahme in das Programm. Die Senatorin hatte das Expertengremium einberufen, um sich bei der Auswahl geeigneter Konzepte externen Rat einzuholen. "Wir wollen mit dem Programm die Umsetzung starker und aussichtsreicher Konzepte fördern", so die Stadtentwicklungssenatorin. Die Beiträge stellen – analog zu städtebaulichen Wettbewerbsverfahren – zunächst nur Grobkonzepte dar, die vor der Umsetzung weiter zu qualifizieren sind.

Mitglieder des Gremiums waren Prof. Elke Pahl-Weber (Vorsitzende) und Prof. Dr. Harald Bodenschatz (TU Berlin), Dr. Friedrich von Borries (Raumtaktik – Agentur für räumliche Aufklärung und Intervention), Nils Busch-Petersen (Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin Brandenburg), Staatssekretär Dr. Heuer (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen), Prof. Dr. Pesch (Universität Stuttgart) sowie Christian Wiesenhütter (stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin).

Die Empfehlung des Gremiums gründete sich vor allem auf die Stimmigkeit der Konzepte, die Impulskraft und langfristigen Effekte der vorgeschlagenen Maßnahmen sowie auf die Schlüssigkeit der dargestellten Kooperationsstrukturen – jeweils vor dem Hintergrund der individuellen Ausgangslage.

Das neue Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung Aktive Stadtzentren fügt sich ein in eine neue Generation von Verfahren der Stadtentwicklung, die sich Berlin auf die Fahnen geschrieben hat: Das Programm dient der Stärkung der Berliner Zentren und Geschäftsstraßen. Gefördert werden sollen Investitionen zur Aufwertung des öffentlichen Raums, die Wiedernutzung leerer Gebäude und Brachflächen, Stadtmarketing, Bürgerbeteiligung und akteursnahe Fonds nach dem Vorbild der Verfügungsfonds der Sozialen Stadt. Ein wesentliches Merkmal ist, lokale Akteure wie Händler, Gewerbetreibende, Grundstückseigentümer zu aktivieren und kooperativ in die Stadtentwicklung einzubinden. Dabei sind unterschiedliche Ansprüche, Nutzungen und Funktionen in den Blick zu nehmen, die als Entwicklungspotenziale auch über den Handel hinaus reichen und für eine standortspezifische Profilbildung wichtig sind. "Die räumliche Verknüpfung der klassischen Zentrumsfunktionen wie Einzelhandel und Dienstleistungen mit Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen, mit der Wohnnutzung in den umgebenden Quartieren, mit Bau- und Gartendenkmalen, touristischen Attraktionen oder Orten der Kreativwirtschaft kann vielen Zentren einen neuen Entwicklungsschub geben. Dazu ist es wichtig, dass sich die unterschiedlichen Akteure einbringen und neue Kooperationen eingehen", so die Vorsitzende des Expertengremiums, Prof. Elke Pahl-Weber.

Das neue Programm zielt darauf, die Berliner Zentren und Geschäftsstraßen für die ansässige Bevölkerung und für die Nutzerinnen und Nutzer, aber auch für private Investitionen attraktiver zu machen. Explizit sollen dafür auch Anknüpfungspunkte im "Hinterland" der Zentren genutzt und in Wert gesetzt werden. Der Betrachtungsraum konnte und sollte also über eine relativ enge Abgrenzung der Zentren hinausreichen.
Mit dem Programm Aktive Stadtzentren werden also bestehende Städtebauförderungsprogramme wie Soziale Stadt, Stadtumbau-Ost und –West Städtebaulicher Denkmalschutz sowie "klassische" Sanierungsverfahren sinnvoll ergänzt und mit Schwerpunktsetzungen versehen.

Die Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer betonte: "Unabhängig davon, ob die Konzepte für eine Förderung ausgewählt worden sind oder nicht: Alle Zentren, die sich beteiligt haben, haben durch die vom Senat finanzierten Konzepte profitiert. Für einige war es der Anstoß zu einer ersten systematischen Auseinandersetzung mit Handlungsbedarfen und Entwicklungsperspektiven. Viele konnten im Zusammenhang mit der Konzepterarbeitung Netzwerke erweitern. Sie alle haben damit einen wichtigen Schritt gemacht, ihre Zukunft aktiv zu gestalten."



Weitere Informationen:



Pressearchiv



Pressestelle

Presse­sprecherin
Katrin Dietl
Tel.: 030 90139-4040
Fax: 030 90139-4041
E-Mail: pressestelle@
sensw.berlin.de




Pressearchiv

Pressemitteilungen, die vor dem 08.12.2016 veröffentlicht wurden, liegen im Verant­wortungs­bereich der ehemaligen Senats­verwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bzw. ihrer Vorgängerbehörden.



Kontakt