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Richtfest zum Neubau des Oberstufenzentrums Bautechnik II / Holztechnik in Berlin-Weissensee


24.01.07, Pressemitteilung
Am heutigen Mittwoch wird im Beisein der Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Maria Krautzberger und dem Staatssekretär für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Eckart R. Schlemm, das Richtfest für die Neubauten des OSZ Bautechnik II / Holztechnik gefeiert.

Staatssekretär Schlemm betonte: „Die berufliche Bildung wird geprägt von den großen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Jedes Jahr werden neue Berufe gestaltet und bestehende den Anforderungen der Arbeitswelt angepasst. Dies ist sowohl für die praktische wie auch für die schulische Ausbildung eine immer währende Herausforderung. Davon ist praktisch keine Branche ausgenommen. Beide Schulen werden sich nicht nur auf die duale Ausbildung konzentrieren, sondern zwei weitere wichtige Standbeine haben. Die Berufsvorbereitung sowie die studienbezogenen Bildungsgänge wie die Fachoberschule und die Berufsoberschule. Beide Standbeine sorgen dafür, dass junge Menschen in den Stand gesetzt werden, ihre beruflichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Berlin trägt mit diesem Schulneubau dazu bei, dass auch im berufsbildenden Bereich die erforderlichen Weichen in Richtung „Attraktivität von Ausbildung“ gestellt werden.“

Die Errichtung dieses Neubaus wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung mit rund 38,5 Mio. € gefördert.
Für die Baumaßnahme wurde im Jahr 2004 ein Architektenwettbewerb als einstufiger, begrenzt offener Realisierungswettbewerb durchgeführt. Das Preisgericht entschied sich im Oktober 2004 für den Wettbewerbsentwurf von Reimar Herbst Architekten, Reimar Herbst / Angelika Kunkler, aus Berlin und Kamel Louafi Landschaftsarchitekten aus Berlin.

Der Grundstein wurde am 12.07.2006 gelegt. Die Fertigstellung der Neubauten mit einer Bruttogeschossfläche von 22.360 qm für 1.300 Schülerplätze ist im Oktober 2007 vorgesehen.

Am Standort Gustav-Adolf-Straße sollen zukünftig die beiden Oberstufenzentren OSZ Bautechnik II und OSZ Holztechnik untergebracht werden. Hiermit soll auf sich zunehmend verändernde generelle Entwicklungstendenzen der ausbildenden Wirtschaft sowie der berufsbildenden Schulen eingegangen werden. Durch die Errichtung neuer Raumkapazitäten und flexibel nutzbarer Fachraumarten wird es zukünftig an diesem Standort möglich sein, auf dem sich ständig beschleunigenden Prozess der Neuordnungsvorhaben in der Berufsbildung, bei der Modernisierung geltender Ausbildungsordnungen, sowie der Schaffung neuer Ausbildungsberufe reagieren zu können.
Obwohl beide Oberstufenzentren organisatorisch eigenständige Einheiten bilden werden, soll die benachbarte Anordnung von Bereichen, Fachräumen und Werkstätten eine bei Bedarf flexible Nutzung ermöglichen, im Anpassung an neue Bedingungen und Strukturveränderungen.
Ein Um- und Erweiterungsbau war wegen Mängeln in der Substanz der Bestandsbauten, aber auch aus funktionalen Gründen unwirtschaftlich, so dass die Gebäude abgerissen wurden. Die 2001 umfassend sanierte Sporthalle und die 2001 errichtete Abbundhalle im Innenbereich des Grundstücks bleiben erhalten. Die Außenanlagen einschließlich eines Spielfeldes und Außensportanlagen werden neu gestaltet.

Das neue Oberstufenzentrum wird mit drei Baukörpern einen einprägsamen Ort für eine öffentliche Institution schaffen. Zusammen mit der Sporthalle soll ein mit den angrenzenden städtebaulichen Figuren räumlich verflochtenes Schul-Ensemble entstehen. Die Neubauten formulieren den baulichen Abschluss zum Straßenraum. Der Haupteingang erfolgt von der Gustav-Adolf-Straße über den gedeckten Vorbereich des Schulhauses in das Oberstufenzentrum. Die Baukörper definieren und hierarchisieren Räume: den öffentlichen Vorbereich, den internen Eingangsbereich und Schulhof mit Cafeteria des Schulhauses, den internen Eingangsbereich und Werkhof des Werkstatthauses, die anschließenden Freiflächen. Die Verknüpfung dieser Räume durch die Neubauten eröffnet Blickbeziehungen aus den Gebäuden in typologisch differenzierte Freiräume.
Die Ausformulierung von zwei Häusern, Schulhaus und Laborhaus, folgt dem Konzept einer räumlichen Zonierung in zwei miteinander verknüpfte Grundstücksteile. Die Hierarchisierung erfolgt entsprechend der zu erwartenden Nutzungsintensität von "ruhig nach laut" bzw. "sauber nach schmutzig". Es entsteht für das Schulhaus ein ruhiger Bereich, der den konzentrierten und ungestörten Lehrbetrieb ermöglicht. Für das Laborhaus entstehen praxisorientierte Bereiche der Aktivität und Bewegungsfreiheit. Die jeweiligen Nutzungen können in die direkt zugeordneten Freiflächen erweitert werden. Im Rahmen der Ausbildung können beide Häuser unabhängig voneinander erschlossen und störungsfrei genutzt werden.
Die Außenfassaden von Schulhaus, Laborhaus und Lagerhaus werden mit hinterlüfteten, orange-bunten Backsteinen bekleidet. Die Fenster sind lasierte Eichenholzfenster und erhalten eine auskragende Rahmung aus braun-grünlich durchgefärbten Betonelementen. Das viergeschossige Schulhaus umschließt einen Innenhof, den Schulhof. Dieser Innenhof erhält eine Fassadenbekleidung mit einer senkrechten Lattung aus Lärchenholz. Das zweigeschossige Werkstatt-/Laborhaus umschließt den Werkhof. Dieser Innenhof erhält eine Fassadenbekleidung aus Sichtbetonelementen.

Die Außenanlagen ermöglichen ein breites Spektrum an Aktivitäten. Es gibt Ruheorte, Gruppenorte und Sportanlagen. Ein weit über das Gelände verstreutes Arboretum veranschaulicht die verschiedensten Gehölze die in der Holztechnik verwendet werden. In die Funktionsflächen ist ein Pilotprojekt zur Regenwasserbewirtschaftung integriert.



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