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Entlastungsstraße ist wieder grün


14.12.06, Pressemitteilung
Senatorin Ingeborg Junge-Reyer überzeugt sich am heutigen Donnerstag von der er­folgreichen Renaturierung der Fläche der ehemaligen Entlastungsstraße. Aber nicht nur die Zurückgewinnung der Verkehrsschneise im Großen Tiergarten bietet den Besu­chern des Tiergartens einen wohlwollenden Anblick. Das berühmte Beethoven-Haydn-Mozart-Denkmal wird ebenfalls in Kürze in seinem alten Glanz erstrahlen. Zur Zeit wer­den dort die seit Jahren fehlenden Putten ersetzt.

Die Entlastungsstraße wurde 1961 binnen weniger Monate als Ersatz für die mit dem Mauerbau unterbrochene Nord-Süd-Straßenverbindung quer durch den Tiergarten ge­baut. Damit wurde eine Schneise durch den nach den Kriegsverwüstungen gerade erst wiederbepflanzten Tiergarten geschlagen.

Durch den Bau des Straßentunnels der B 96 unter dem Großen Tiergarten wurde die Entlastungsstraße überflüssig.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat in den letzten Monaten im Auftrag der für den Bau von Bundesfernstraßen zuständigen Bundesregierung den Abriss der Fahrbahn und die Wiederbegrünung des letzten Teils der Trasse der Entlastungsstraße umgesetzt. Dazu wurden 32 Bäume gepflanzt, 1500 qm geschlossene Strauchpflan­zung angelegt, 600 qm Wegefläche mit Mosaik gepflastert und 1500 qm Wege mit was­sergebundener Decke angelegt.

Planung und Wiederbegrünung erfolgten auf der Grundlage des vom Landschaftsar­chitekturbüro Woerner in den 80er Jahren im Auftrag der Gartendenkmalpflege erar­beiteten Parkpflegewerks für den Großen Tiergarten. Die Planung für die Wiederbegrü­nung erfolgte durch die Landschaftsarchitekturbüros Röthig, Haan und Neumann/Gusenburger, Berlin. Die Ausführung der Begrünung erfolgte durch das Berliner Garten- und Landschaftsbauunternehmen Hartmann Ingenieure.

Dabei wurde nicht nur die Wunde der Entlastungsstraße im großen Tiergarten wieder geheilt, sondern gemeinsam mit dem Bezirk Mitte auch gartenhistorische Details, die seit dem Krieg verschüttet waren - wie der Flora-Platz und wichtige Wege, wiederher­gestellt.


Insgesamt wurden seit 1998 ca. 1,8 Mio. Euro für die Begrünung der ehemaligen Ent­lastungsstraße, der Decke des Straßentunnels sowie des Floraplatzes bereitgestellt.


Das im Jahre 1904 von dem Bildhauer Rudolf Siemering aus griechischem und Tiroler Marmor, Kupfergalvanoplastik und Bronze errichtete 10 Meter hohe Beethoven-Haydn-Mozart-Denkmal wurde im Zusammenhang mit den Arbeiten am Tiergartentunnel 1996 demontiert. Im Jahr 2000 wurde ein Restaurierungskonzept auf der Grundlage einer umfassenden Untersuchung aller Denkmalelemente entwickelt. Die von Rissen durch­zogenen und mit färbenden Kupfersalzen belasteten Marmorelemente konnten in einem innovativen Verfahren entsalzt und tiefenkonserviert werden.

Die Restaurierung der Marmorelemente und der Metallapplikationen wurde seit 2005 ausgeführt. Der Wiederaufbau des Denkmals erfolgt seit August 2006 und soll bis auf die Granitrestaurierung im Sockelbereich und die Begrünung bzw. Bepflanzung im De­zember 2006 abgeschlossen sein.

Die Kosten für die Planung, Restaurierung und den Wiederaufbau des Denkmals wer­den insgesamt ca. 950.00 € betragen.

Da es sich bei dem Beethoven-Haydn-Mozart-Denkmal um eines der wenigen Beispiele symbolistischer Kunst im öffentlichen Raum handelt, wurden die im 2. Weltkrieg ver­schollenen seitlichen Bronzegehänge sowie die fehlenden Schwanenhälse aus Marmor rekonstruiert und die ursprüngliche Vergoldung der Metallteile wieder hergestellt. Durch die nachhaltige Konsolidierung der Denkmalsubstanz und die wiederhergestellte Ables­barkeit der ursprünglichen künstlerischen Intention wird das Monument wieder als voll­ständiges Kunstwerk erfahrbar. Seine kulturgeschichtliche Bedeutung teilt sich unmit­telbar mit, ohne dass die Spuren von Alterung, Verwitterung und Kriegshandlungen verwischt würden.


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