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Grundinstandsetzung und Erneuerung des Tunnel Flughafen Tegel (TFT) beginnt am 8. November 2006


01.11.06, Pressemitteilung
Die umfangreichen Grundinstandsetzungs- und Erneuerungsarbeiten des Tunnel Flughafen Tegel im Zuge der BAB A111 bedingen ab dem 8. November 2006 die Sperrung des Tunnels in beide Fahrtrichtungen für ca. 18 Monate.

Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: "Der Tunnel Tegel ist seit 1979 in Betrieb, inzwischen gibt es undichte Stellen und andere Probleme. Er entspricht außerdem nicht mehr den neusten technischen Standards. Deshalb müssen wir diese wichtige Verkehrsader, die täglich von bis zu 90.000 Fahrzeugen genutzt wird, in einer so kurz wie möglichen Zeit sanieren. Im Rahmen der dringend gebotenen Grundinstandsetzung wird der Tunnel nach vollständiger Entkernung mit moderner Sicherheitstechnik neu ausgestattet. Dazu ist es notwendig, den Tunnel vollständig zu sperren. Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und um möglichst weiträumige Umfahrung des Tunnels oder das Umsteigen auf den Öffentlichen Nahverkehr."

Um den Individualverkehr und den ÖPNV während der Vollsperrung umleiten zu können, wurden bereits zwei Behelfsbrücken gebaut: die ca. 220 m lange ÖPNV-Brücke im Zuge des Kurt-Schumacher-Dammes über die Anschlussstelle der A 111 als auch die Fußgängerbrücke in Höhe der Aristide-Briand-Brücke zur Überquerung des Kurt-Schumacher-Dammes. Zur Zeit werden in den zukünftigen Umleitungsbereichen Verkehrs- und Hinweisschilder aufgestellt, Fahrbahnmarkierungen aufgetragen, Bauzäune und Schutzwände erstellt sowie Schaltzeiten der Lichtsignalanlagen an einigen Straßenkreuzungen umprogrammiert und an die zu erwartenden Verkehrsströme angepasst.

Ab dem 6. November 2006, 00.00 Uhr wird die ÖPNV-Brücke im Kurt-Schumacher-Damm freigegeben. Der Beschilderung entsprechend dürfen BVG- und Reisebusse, Taxen, Krankenwagen und alle Fahrzeuge mit einer Sondergenehmigung (Vignette), die Brücke stadteinwärts benutzen. Den seitlichen Geh- und Radweg teilen sich Fußgänger und stadteinwärts fahrende Rad- und Mofafahrer.
Vom Kurt-Schumacher-Platz kommend wird der Kurt-Schumacher-Damm in Fahrtrichtung Süden ab Straße 442 (in Höhe DEKRA) für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt, der nicht die Behelfsbrücke für den ÖPNV befahren darf.
Für Anlieger zur Jet-Tankstelle, zum Auto-Wasch-Center und zu McDonalds besteht weiterhin eine Zufahrtsmöglichkeit. Diese Fahrzeuge müssen nach dem Verlassen des Grundstücks die Wendekehre im Mittelstreifen nutzen und die Rückfahrt auf dem Kurt-Schumacher-Damm in Richtung Kapweg oder Kurt-Schumacher-Platz fortsetzen.

Aufgrund der Sperrung des Kurt-Schumacher-Dammes in südlicher Fahrtrichtung ab Straße 442 erfolgt rund um den Kurt-Schumacher-Platz eine umfangreiche Ableitungs- und Umleitungsbeschilderung, die sowohl auf eine südliche Umfahrung über Scharnweberstraße - Müllerstraße bzw. Afrikanische Straße - Seestraße zur A 100 als auch auf die Umfahrung über Scharnweberstraße – zur Anschlussstelle (AS) Antonienstraße hinweist. Zu diesem Zeitpunkt ist der Tunnel Flughafen Tegel in beiden Fahrtrichtungen noch nach wie vor befahrbar.

Die Lichtsignalanlagen auf dem Kurt-Schumacher-Damm in Höhe der A 111, an der Aristide-Briand-Brücke und der Robert-Schuman-Brücke werden abgeschaltet.
Die Überquerungen des Kurt-Schumacher-Damm sind dann für Kraftfahrzeuge nicht mehr möglich. Eine Überquerungsmöglichkeit für Fußgänger wurde mit der Fußgängerbrücke über die Aristide-Briand-Brücke geschaffen.
Das Linksabbiegen von der Anschlussstelle A 111 zum Kurt-Schumacher-Damm in Fahrtrichtung Nord (Kapweg oder Kurt-Schumacher-Platz) ist nicht mehr möglich.

Am 7. November 2006 führen Fahrbahnmarkierungen auf dem Kurt-Schumacher-Damm ab AS Saatwinkler Damm in Fahrtrichtung Nord in den Abend- und Nachtstunden zu abschnittsweisen Spursperrungen und damit zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Der Tunnel Flughafen Tegel (TFT) im Zuge der A111 wird in beiden Fahrtrichtungen am 8. November 2006 ab 5.00 Uhr komplett gesperrt.

Eine leistungsfähige Umleitungsstrecke führt über den Kurt-Schumacher-Damm auf die A111 und umgekehrt. Um eine Verbesserung des Verkehrsflusses auf der Umleitungsstrecke zu erzielen, sind sämtliche Ampeln in diesem Bereich ausgeschaltet.
Für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird mit der Aufrechterhaltung der Busspuren und der Einrichtung einer Behelfsbrücke ein weitgehend ungestörter Betrieb gewährleistet.

Jörg Becker, zuständig für Verkehrspolitik beim ADAC Berlin-Brandenburg: "Der ADAC sieht die größten Verkehrsprobleme vordergründig weniger auf der A 111 - Umleitungsstrecke. Große Behinderungen werden für den Zubringerverkehr zu den Anschlussstellen im Bezirk Reinickendorf erwartet. Deshalb sollten insbesondere die ortskundigen Berufspendler die A 111 generell meiden und sich für weiträumige Alternativen im östlichen bzw. westlichen Umfeld der A 111 entscheiden. Selbst eine erhebliche Fahrwegverlängerung kann in den Hauptverkehrszeiten einen Fahrzeitgewinn bedeuten."

Die Verkehrsführung ist wie folgt vorgesehen:
  1. Fahrzeuge, die von Norden, von der BAB A 111 kommen und Richtung Wedding, Kurt-Schumacher-Platz wollen, müssen die Ausfahrt an der Anschlussstelle (AS) Seidelstraße nutzen.
  2. Vom Kurt-Schumacher-Platz ist die Zufahrt zur Autobahn über die AS Kurt-Schumacher-Damm nicht möglich. Eine Anfahrt zur Straße 442 und zum Kapweg bleibt weiterhin gewährleistet. Der Anliegerverkehr ist bis zur Wendeschleife frei.
  3. An der AS Kurt-Schumacher-Platz befindet sich eine Behelfsbrücke, die ausschließlich für den ÖPNV auf einer Spur sowie für Fußgänger, Rad- und Mofafahrer freigegeben ist.
  4. Die Aristide-Briand-Brücke als auch die Robert-Schuman-Brücke sind gesperrt. Für Fußgänger wurde in Höhe der Aristide-Briand-Brücke eine provisorische Überbrückung geschaffen
Neben der Nutzung der ausgeschilderten Umfahrungsmöglichkeit sollte ein Umsteigen auf Öffentliche Verkehrsmittel erwogen werden.

Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des VBB: "Die Sperrung des Flughafentunnels wird den Berlinern in den nächsten 18 Monaten eine große Umstellung abverlangen. Als Verkehrsverbund empfehlen wir, möglichst früh auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Unser dichtes Regionalverkehrs- und S-Bahnnetz sowie die Busse und die U 8 bieten vielfältige Alternativen zur Autofahrt an. In vielen Fällen werden sich die ÖPNV-Nutzer nicht nur Stress ersparen, sondern auch Zeit gewinnen."

Der Tunnel Flughafen Tegel mit ca. 1000 m Länge liegt im Zuge der A 111 der Berliner Stadtautobahn und unterquert die Start- und Landebahnen des Flughafens Berlin-Tegel. Er wurde im Jahr 1979 in Betrieb genommen.
Im Rahmen der Grundinstandsetzung des Tunnels werden Bauwerksschäden beseitigt.
Insbesondere die Undichtigkeit der Bauwerksfugen hat durch eindringendes Grundwasser im Winter zu Vereisungen auf den Fahrbahnen und damit zu zeitweisen Spursperrungen geführt.
Die Tunnelröhren werden zunächst völlig entkernt und anschließend mit neuen Fugenabdichtungen versehen. Hinzu kommen konstruktive Brandschutzmaßnahmen an den Wänden und Decken. Die Tunnelsohle wird neu abgedichtet und erhält standfeste Fahrbahnbeläge.

Die Baukosten betragen ca. 35 Mio. Euro und werden aus Bundesmitteln finanziert.
Seit Mitte Oktober 2006 liegen 18.000 Faltblätter u.a. an Tankstellen, beim ADAC, in Rathäusern und Bürgerämtern aus.

Informationen sind auch über www.stadtentwicklung.berlin.de abrufbar.

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