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Broschüre zum Gender-Mainstreaming in der Stadtentwicklung


13.10.06, Pressemitteilung
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit ihrem Beirat für frauenspezifische Belange hat eine Broschüre zum Thema "Gender auf dem Weg in den Mainstream der Stadtentwicklung - Berlin auf dem Weg zu einer lebenswerten Metropole für Frauen und Männer" herausgegeben.

Die praxisnahen Informationen sind Ergebnisse von Projekten, die unter dem Begriff des "Gender Mainstreaming" darauf zielen, die Lebensrealitäten von Frauen und Männern konkreter in der Stadtentwicklung zu berücksichtigen. In der Broschüre finden sich Fachbeiträge über Erfahrungsberichte zur Beteiligung von Männern und Frauen an der Stadtplanung. Im "Werkzeugkasten", der sogenannten Toolbox, werden zu städtebaulichen Verfahren, Zwischennutzung, Stadtumbau, Soziale Stadt und Nahverkehr in der Praxis entwickelte Checklisten angeboten. Darüber hinaus wird der wissenschaftliche Stand des "Gender Mainstreaming in der Stadtentwicklung" dargelegt. Der 125 Seite starke Bericht liefert mit Bildern und Grafiken eine anschauliche Zusammenfassung. Er ist in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Württembergische Straße, Raum 1116, zu erhalten.

Die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, sieht in der Umsetzung der spezifischen Bedürfnisse von Frauen und Männern im Rahmen der Stadtentwicklung einen wesentlichen Schritt, qualitativ auf Veränderungen in der Gesellschaft zu reagieren. In der Senatsverwaltung beteiligt sie ein Fachfrauenbeirat an Planungsprozessen, um so die Sicht von Frauen deutlich zu machen und bei Entscheidungen stärker zu berücksichtigen.

Wesentlich geprägt wird die Diskussion um das Gender Mainstreaming durch die Entwicklung einer älter werdenden Gesellschaft und des demografischen Wandels, der sich in Berlin u.a. in den Schließungen von Schulen und der gleichzeitigen Entwicklung von "Neuen Wohnformen" im Alter zeigt. Bei gleichzeitiger Veränderung des Arbeitsmarktes werden die Lebensformen vielfältiger, Frauen und Männer verteilen die Familienarbeit neu. Lebensstile und -bedürfnisse von Männern und Frauen werden zunehmend ähnlicher. Frauen sind für ihre Familien häufiger alleinverdienend als noch vor einigen Jahren. Zugleich kommt es häufiger vor, dass Männer bei der Bewältigung der täglichen Hausarbeit, der Kinderbetreuung und bei der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger maßgeblich eingebunden sind.

Diese Veränderungen im täglichen Leben erzeugen veränderte Ansprüche an das Leben in der Stadt. Was brauche ich in meinem Wohngebiet, welche Läden, Cafes, ärztliche Versorgung? Was hilft, damit ich mich ohne Angst in einem Park oder auf einem bestimmten Spielplatz aufhalten kann? Ideen und erste Erfahrungen wie Stadtentwicklung diese Herausforderungen annimmt, sind in dem Heft anschaulich vorgestellt.


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