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Wettbewerb "Temporäre Freiraumgestaltung Schlossareal" entschieden


22.09.06, Pressemitteilung
Am Freitag, dem 22. September 2006 wurde der von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ausgelobte landschaftsplanerische Wettbewerb für das Schlossareal entschieden. Der Wettbewerb ist in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Bezirk Mitte durchgeführt worden.

Nach dem Abriss des ehemaligen Palastes der Republik soll der freie Stadtraum bis zur Errichtung des geplanten Humboldt-Forums - einem internationalen Forum für Kunst, Kultur und Wissenschaft -  für die Öffentlichkeit nutzbar und erlebbar sein.
Aufgabe des Wettbewerbs war es, dem Freiraum eine schlichte aber prägnante und dem Ort angemessene Gestaltung unter Berücksichtung der bodendenkmalpflegerischen Grabungen an den Schlosskellern zu verleihen.

Nach einem vorangegangenen europaweitem Teilnahmewettbewerb haben 21 Landschaftsplanungsbüros aus dem In- und Ausland ihre Planungsideen eingereicht.

Das Preisgericht hat unter dem Vorsitz der Landschaftsarchitektin Andrea Gebhard aus München den mit 16.300 Euro dotierten ersten Preis an das Berliner Planungsbüro relais Landschaftsarchitekten in Zusammenarbeit mit  momentum3 vergeben. Den zweiten Preis erhielt das Büro Urban Catalyst aus Berlin, der dritte Preis ging ebenfalls nach Berlin an die Arbeitsgemeinschaft bbz Landschaftsarchitekten, Timo Herrmann und Inga Hahn.
Darüber hinaus wurden vier Ankäufe prämiert.

Tragendes Entwurfsmotiv des ersten Preises sind Passagen, die inhaltlich wie formal die Situation des Übergangs beschreiben sollen. Der Entwurf setzt mit Lächenholz-stegen ganz bewusst auf Baumaterialien und Prozesse, die Vergänglichkeit in sich tragen. Konkret wählen die Verfasser eine Materialität und Formensprache, welche sich im Spannungsfeld zwischen Konstruktion und Dekonstruktion, aber auch zwischen Zerstörung, Abriss, Aufbau und Neubau bewegt. Mit der Begehung der Stege wird zugleich die Blickrichtung geführt und die unterschiedlichen Kulissen von Berlin Mitte dem Besucher präsentiert.
Eine vielseitige, gemischte Nutzung ist trotz der Stege möglich. Mit dem sensiblen Umgang mit dem Spreeufer werden den Besuchern neue Freiräume von außergewöhnlicher Qualität offeriert.


Für  die Freiraumgestaltung stehen 2,1 Mio. € aus der Entwicklungsmaßnahme „Parlaments- und Regierungsviertel“ zur Verfügung. Davon trägt die Bundesregierung 64 % - das Land Berlin finanziert 36 %.


Der Zeitpunkt der Realisierung für die temporäre Freiraumgestaltung steht noch nicht fest. Die derzeit laufenden Rückbauarbeiten des ehemaligen Palastes der Republik verzögern sich durch unerwartete Asbestfunde. Ursprünglich war geplant den Palast der Republik bis zum Frühjahr 2007 zurückzubauen. Dieser Termin wird sich verschieben.

Der bisherige Zeitverzug beträgt durch die verzögerte Demontage ca. vier Monate. Der gesamte Zeitverzug hängt von den weiteren Asbestfunden ab, er kann sich im ungünstigsten Fall bis ins Jahr 2008 erstrecken. Erst danach kann mit der Realisierung der Zwischennutzung begonnen werden.
Für die Realisierung des Entwurf muss auch die Pflanzperiode berücksichtigt werden. Die temporäre Freiraumgestaltung auf dem Schlossplatz ist terminiert bis zum Baubeginn des Humboldt-Forums. Der Bund und das Land Berlin stimmen sich derzeit über das weitere Verfahren zur baulichen Entwicklung des Humboldt-Forums ab.



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