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Baubeginn und 1. Spatenstich für die Spreeuferpromenade an der East-Side-Gallery


14.08.06, Pressemitteilung
Mit einem symbolischen ersten Spatenstich vollziehen am heutigen Montag die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, und der Stadtrat für Stadtentwicklung und Bauen des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg, Dr. Franz Schulz, der Senior Vice President der Anschutz Enteraiment Group, Kevin B. Murphy, und die Leiterin der Geschäftseinheit Immobilienmanagement der BSR, Margarete Steinfadt, den Baubeginn für den Park an der East Side Gallery.

Zwischen Warschauer Straße und Ostbahnhof entsteht ein neues Stadtquartier mit der größten Mehrzweckhalle Berlins. Dieses wird durch die neue Parkanlage und der Uferpromenade an der East Side Gallery mit der Spree verknüpft und findet dadurch seinen Anschluss an die Berliner Innenstadt.

Dieser kleine Park an der Spree liegt im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zwischen der Spree und der Mühlenstraße. Im Westen wird er begrenzt durch ein Grundstück des geplanten Kolpinghauses, im Osten durch den gastronomisch genutzten Mühlenspeicher an der Oberbaumbrücke.

Der Entwurf für diese Parkanlage basiert auf dem 1. Preis des 2003 durchgeführten landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs. Preisträger war das Büro Häfner/Jimenez, das mit der Idee „die Weite des Spreeraumes, die Lebendigkeit des Wassers und des Schiffsverkehrs als wichtiges Potenzial für ein facettenreiches Erlebnis der Berliner Innenstadt“ wieder sichtbar zu machen, das Preisgericht überzeugt hat.

Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer: „Den Ufern der Spree eine neue Funktion zu geben und dadurch eine städtebauliche Qualifizierung der Quartiere zu schaffen, ist bereits an vielen Stellen gelungen. Nun wird auch zwischen Oberbaum- und Schillingbrücke das Spreeufer erlebbar gemacht. Die doppelte Bedeutung dieses Ortes - historisches Denkmal auf der einen Seite und Erlebnisraum am Wasser auf der anderen Seite - prägen diesen Ort auf besondere Weise. Mit diesem Park an der East Side Gallery kommen wir dem Ziel des Landes Berlin, die Spree in ihrem Verlauf durch die Stadt zugänglich und erlebbar zu machen, wieder ein gutes Stück näher.“

Die 15.280 m² große Parkanlage wird durch den Bezirk Friedrichshain Kreuzberg realisiert. Stadtrat für Stadtentwicklung und Bauen des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg Dr. Franz Schulz: „Dieser Park an der Spree wurde seit Fall der Mauer von den Bürgern gewünscht. Er musste dennoch über viele Jahre regelrecht erkämpft werden, denn immer wieder wurde das Spreeufer für die Überbauung mit exklusiven Stadtvillen vorgesehen. Mit der Unterstützung der nördlichen Investoren Anschutz Entertainment und BSR konnte das Bezirksamt nach schwierigen, jahrelangen Verhandlungen die Grundstücke von den verschiedenen privaten Eigentümern für den Park ankaufen. Der Bezirk und Berlin besitzen damit, in innerstädtischer Lage, eine weitere hochattraktive „grüne Lunge“ an der Spree.“

Charakteristisch für das Denkmal „Mauer“ ist in diesem Bereich das Erleben ihrer Länge und Unüberwindbarkeit. Daher wird das Profil von Mauer, Kontrollweg (Kolonnenweg) und Uferkante zum Thema gemacht und durch eine sehr eindeutige Topographie der Bereich des Denkmals von dem Bereich der Uferpromenade und den Liegewiesen abgegrenzt ohne in zwei Teile zu zerfallen. Das Mauerstück bleibt in seiner Einheit als Denkmal aus Gehweg, Mauer, Laternenmasten aus Beton und dem Asphaltweg in seinem originären Zustand unberührt erhalten. Daran angrenzend entwickeln sich zum Ufer abfallende Liegewiesen die an einer breiten Uferpromenade direkt am Wasser enden.
Darin eingebettet befindet sich das private Gelände der Anschutz-Arena (Anschutz Entertainment Group), das den Zugang zur Spree von der geplanten Veranstaltungshalle auf der gegenüber liegenden Seite der Mühlenstraße ermöglichen soll. Die öffentlichen und privat entwickelten Grundstücke bilden gestalterisch eine Einheit.

Dadurch entsteht zwischen Kolpinghaus und Mühlenspeicher ein Park auf zwei Ebenen. Die obere Fläche, eine Promenade auf dem Niveau des angrenzenden Stadtquartiers, wird durch die Mauer und den Patrouillenweg aus Asphalt markiert. Direkt an der Spree liegt die zweite Ebene auf der Höhe des derzeitigen Spundwandkopfes, als „Promenade am Wasser“.

Zwischen den beiden befestigten Ebenen liegt das leicht geneigte Rasenband, das von dem zentralen Platz der „Arena“ durchbrochen wird. Von dort führt eine große Freitreppe zur Schiffsanlegestelle.

Durch ausgewählte Materialien und eine besondere Gestaltung im Detail soll die Uferpromenade zu einem Freiraum von hoher Aufenthaltsqualität entwickelt werden. Im gesamten Stadtraum folgt die Gestaltung der Spreeuferpromenaden als verbindendes Element, wie auch hier, weitgehend einheitlichen Kriterien.

Der Planung liegt ein Kostenansatz von 400.000,00 Euro zugrunde. Für unvorhergesehene Entrümmerungsmaßnahmen und die Beseitigung von kontaminiertem Erdreich wurden durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung noch zusätzlich bis zu 300.000,00 Euro vorsorglich in die Planung eingestellt, um die Realisierung dieser Maßnahme tatsächlich zu ermöglichen.

Mit dem heutigen 1. Spatenstich beginnt die Realisierung des Bauvorhabens. Es ist beabsichtigt, die Grünanlage der Bevölkerung im Jahr 2007 zur Nutzung zu übergeben.

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