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Presse und Aktuelles

Rückbau des Palastes der Republik - Zuschlag erteilt


06.01.06, Pressemitteilung
Die Vergabe für die Durchführung des Rückbaus des Palastes der Republik ist nach VOB/A (Allgemeine Bestimmungen für die Vergaben von Bauleistungen) entschieden. Nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Einspruchsfrist gegen die Vergabeentscheidung erhielten am 2.1.2006 die Unternehmen den Zuschlag für drei Lose der Rückbauarbeiten. Der Abriss erfolgt im Rahmen der Entwicklungsmaßnahme „Hauptstadt Berlin – Parlaments- und Regierungsviertel“. Er wird aus dieser Entwicklungsmaßnahme gemeinsam durch das Land Berlin und den Bund finanziert. Für die gesamten Rückbaumaßnahmen stehen Mittel i.H. von 20 Mio. €€ zur Verfügung. Bauherr ist die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft.

Palast der RepublikDie Bauleistung wurde losweise mit den Losen 1 Gerüstbau, Los 2 Verfüllung (Einspülen) und Los 3 Rückbau ausgeschrieben. Die Verdingungsunterlagen wurden von 38 Firmen abgefordert. Davon haben 15 Firmen bzw. Bietergemeinschaften zur Submission am 02.11.2005 ein Angebot für ein oder mehrere Lose abgegeben.

Insgesamt lagen, bezogen auf die einzelnen Lose, folgende Angebote vor: für Los 1 Gerüstbau: 10 Angebote, für Los 2 Verfüllung (Einspülen): 8 Angebote, für Los 3 Rückbau: 9 Angebote.

Beauftragt wurde losweise, das jeweils wirtschaftlichste Angebot erhielt den Zuschlag. Den an der Ausschreibung beteiligten Unternehmen wurde das Ergebnis am 16. Dezember 2005 schriftlich mitgeteilt.

Los 1 Gerüstbau
B + P Gerüstbau GmbH Industriestraße 4 D 16352 Schönerlinde
Das Unternehmen ist seit ca. 20 Jahren in den Geschäftsfeldern Ingenieur- und Traggerüste, Bauaufzüge, Bauwärme und Baulogistik mit zurzeit 56 Mitarbeitern tätig.

Los 2 Verfüllung (Einspülen)
Colcrete - von Essen GmbH & Co.KG Spezial-Wasserbau Küstenschutz Am Waldrand 9C D 26180 Rastede
Das Unternehmen besteht seit 146 Jahren und ist heute in den Geschäftsfeldern Spezial-Wasserbau (Hafenanlagen, Schleusen- und Kanalbau) und Küstenschutz (Deich- und Buhnenbau) mit zurzeit 90 Mitarbeitern tätig.

Los 3 Rückbau
Arbeitsgemeinschaft Rückbau "Palast der Republik" c/o Ludwig Freytag GmbH & Co.KG Am Zollhaus 11 D 14547 Beelitz
Diese Arbeitsgemeinschaft besteht aus den nachfolgend benannten Mitgliedern:

Ludwig Freytag GmbH & Co.KG
Am Zollhaus 11 D 14547 Beelitz
Das Unternehmen besteht seit 115 Jahren und ist heute in den Geschäftsfeldern Hoch-, Tief- und Ingenieurbau tätig, die Niederlassung in Beelitz besteht seit 1994, hier sind zurzeit ca. 25 Mitarbeiter tätig.

Bunte Bauunternehmung GmbH & Co.
Hauptkanal links 88 D 26871 Papenburg
Das Unternehmen besteht seit 134 Jahren und ist heute in den Geschäftsfeldern Tief- , Ingenieur- und Wasserbau tätig, die Unternehmensgruppe beschäftigt zurzeit ca. 900 Mitarbeiter.

Jaeger Umwelttechnik GmbH & Co.KG
Neuer Weg 1 D 06406 Bernburg
Das Unternehmen ist seit 5 Jahren in den Geschäftsfeldern Tief-, Rohrleitungs- und Spezialbau mit zurzeit 78 Mitarbeitern tätig.

Die drei ausgeschriebenen und jetzt vergebenen Leistungen umfassen lediglich Bauleistungen. Die dabei anfallenden Kosten geben noch keine Auskunft über die tatsächlichen Gesamtkosten für den Rückbau des Palastes der Republik. Zu den Bauleistungen kommen noch der bereits realisierte Bau des Schiffanlegers sowie die erst nach dem Abriss erfolgende Begrünung hinzu. Die Kosten für die Bauleistungen betragen insgesamt 9,5 Mio. €€. Darin eingeschlossen sind die rd. 8 Mio. €€ für die drei jetzt beauftragten Baulose: Gerüstbau/Fassadengerüst 0,25 Mio. €€, Verfüllung der Baugrube/Sandeinspülung 1 Mio. €€ sowie Rückbau (Abbruch des Gebäudes) 6,40 Mio. €€.

Voraussetzung für die Erbringung der Bauleistungen sind die Planung des Abbruchkonzeptes, die Projektsteuerung, weitere Ingenieurleistungen, Sicherheits- und Gesundheitskoordination, Beweissicherung, Vermessung, Schwingungsmessung, Prüfstatik sowie weitere Leistungen wie Öffentlichkeitsarbeit, juristische Beratung.
Die Kosten für diese weiteren Leistungen betragen insgesamt ca. 2,5 Mio. €€. Demnach kann nach dem derzeitigen Erkenntnisstand der Rückbau des Palastes der Republik mit ca. 12 Mio. €€ beziffert werden. Diese Kosten basieren auf der Annahme eines kontinuierlichen und störungsfreien Ablaufes, sie enthalten keine Mittel für Unvorhersehbares. Derzeit laufen bei den Unternehmen die vorbereitenden Arbeiten zur Einrichtung der Baustelle.

Vor Beginn der Baumaßnahmen erfolgt - voraussichtlich in der 2. KW - eine förmliche Übergabe vom derzeitigen Besitzer, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, an die DSK. Die jetzt beauftragten Unternehmen haben vertragsgemäß vier Wochen Zeit, einen detaillierten Bauzeitplan zu erstellen und untereinander abzustimmen. Die Einrichtung der Baustelle wird voraussichtlich in der 3. KW erfolgen. Die Abrissdauer wird – sofern nichts Unvorhergesehenes geschieht – insgesamt 14 Monate betragen. Für die Zeit des Rückbaus des Palastes der Republik ist vorgesehen, über die Geschichte und Bedeutung des Stadtraumes und des Ortes, die Rückbaumaßnahme selbst und die künftige Entwicklung des Schlossareals zu informieren. Hauptanliegen dabei ist es, über die historische Entwicklung des Ortes und seine zukünftige Nutzung zu informieren sowie den Rückbau des Palastes der Republik in seiner historischen, technischen und perspektivischen Dimension transparent und nachvollziehbar darzustellen. Als Elemente der Öffentlichkeitsarbeit sind eine Bauzaunausstellung zu der Bedeutung des Ortes, ein Informationsflyer, eine Aussichtsplattform mit Informationen zum Ablauf der Arbeiten sowie die Installation einer WebCam vorgesehen.

Über die konkrete Ausführung dieser begleitenden Öffentlichkeitsarbeit wird noch im Januar entschieden. Senatorin Junge-Reyer: „Das europaweite Ausschreibungsverfahren konnte Anfang Januar erfolgreich beendet werden. Wir sind bei der Verwirklichung des Humboldt-Forums damit einen wichtigen Schritt weiter. Die Neugestaltung des Areals - auf dem bisher noch die Ruine des Palastes der Republik steht - wird mit Interesse und Spannung in der gesamten Bundesrepublik verfolgt. Hier wird ein Ort mit außerordentlicher Anziehungskraft entstehen.

Das Humboldt-Forum wird ein Forum insbesondere für außereuropäische Kunst und Kulturen. Für die Ausgestaltung dieser neuen kulturellen Mitte beginnt nun die Zeit der schrittweisen Konkretisierung.“


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