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Vermutete Handwerkersiedlung auf dem Spandauer Burgwall wird ausgegraben


19.07.05, Pressemitteilung
Seit Mai 2005 leitet die archäologische Bodendenkmalpflege des Landesdenkmalamtes Berlin auf dem Burgwall Spandau, dem größten Bodendenkmal Berlins, eine neue Ausgrabung. Es ist die nunmehr dritte Generation Archäologen, die auf der ehemaligen slawischen Befestigungsanlage forscht. Die Ausgrabung findet auf dem Grundstück Spandauer Burgwall 27 statt, wo die Bethanien Diakonissen Stiftung ein Wohnpflegeheim bauen wird.

Spielstein mit Trappendarstellung vom Spandauer BurgwallDort waren die Archäologen bisher noch nicht tätig gewesen, nahmen aber an, auf Siedlungsspuren zu stoßen.

Diese Vermutung hat sich nun bestätigt: Auf einer Fläche von mehr als 3000 Quadratmetern wurden zahlreiche Reste der mittelalterlichen Bebauung dokumentiert: Die Häuser und Werkstätten waren in kleinen Abständen errichtet worden; in ihnen wurde Eisen und Bronze verarbeitet und Keramik hergestellt. Beim Bau einiger Häuser waren Opfergaben unter die Türschwelle gelegt worden. Diese Handwerkersiedlung war der eigentlichen Burganlage, die sich auf einer Havelinsel befand, vorgelagert und planmäßig angelegt worden, wie die regelrechten Straßenzüge zeigen.

Die freigelegten Uferzonen der ehemaligen Insel waren aufwändig mit Holzpfählen gesichert. Auf der gesamten Fläche kamen zahlreiche Funde zu Tage, die Rückschlüsse auf die Lebensweise der slawischen Bevölkerung vor tausend Jahren zulassen. Neben großen Mengen Keramik wurden Schläfen- und Fingerringe, Messer, Beschläge und auch eine Münze geborgen.

Die Ausgrabung wird in den kommenden Wochen fortgesetzt.


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