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Eröffnung Spreebogenpark und Benennung der Gustav-Heinemann-Brücke


30.06.05, Pressemitteilung
Am heutigen Donnerstag, den 30. Juni 2005, eröffnet die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, in Anwesenheit von Christina Rau, einer Enkelin von Gustav Heinemann, den Spreebogenpark und benennt die Gustav-Heinemann-Brücke. Mit einem Fest wird der Park zugleich der Öffentlichkeit übergeben.

Der Park ist der letzte Baustein der landschaftsarchitektonischen Gestaltung des Parlaments- und Regierungsviertels. Er hat eine Größe von ca. 6 ha (60.000 m²); die Gesamtbaukosten betrugen ca. 9,8 Mio. €€. Die Kosten tragen der Bund und das Land Berlin im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Parlaments- und Regierungsviertel“.

Die Gustav-Heinemann-Brücke bindet ab sofort für Fußgänger das Regierungsviertel an den Hauptbahnhof an. Zur Gestaltung der Freiflächen im Parlaments- und Regierungsviertel wurde 1996/97 ein internationaler landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb durchgeführt. Das Büro Weber und Saurer aus der Schweiz konnte mit seiner sehr abwechslungsreichen Topographie und einer ansonsten zurückhaltenden Gestaltung des Parks das Preisgericht überzeugen. Nach einer Bauzeit von 3 Jahren wird heute der Park den Berlinern und den Besuchern der Stadt übergeben und bietet mit seinen beiden innenliegenden Gärten und den großen Wiesenflächen vielfältigen Raum zur Erholung.

Junge-Reyer: „"Berlin lockt seine Besucher mit einer Vielzahl von Parks. Das weite Spektrum unterschiedlicher zeitgenössischer Landschaftsarchitektur und traditioneller Gartenkunst macht die Stadt nahezu zu einem Ausstellungsort für Freiraumplanung. Die Parks und Grünflächen der Stadt werden vielfältig und phantasievoll von Berlinerinnen und Berlinern sowie Besuchern genutzt. Der Spreebogenpark wird mit seiner exponierten Lage mitten im Regierungsviertel -– da bin ich mir sicher –- schon innerhalb kürzester Zeit von Alt und Jung intensiv genutzt werden."

“ Die weiten ruhigen Rasenflächen des Parks werden durch ein strenges Wegekonzept und lockere Baumgruppen an den Wegekreuzungen gegliedert. Neben Buchen und Eichen werden auch exotische Bäume wie Surenbäume und Amberbäume gepflanzt. Aus der ebenen Rasenfläche steigt das Gelände mit zwei Rasenkeilen zur Spree an, die mittig ein Landschaftsfenster bilden, durch das Besucher zwischen hohen Stahlwänden an das Ufer gelangen. Vom hochgelegenen Panoramaweg geht der Blick frei über die Spree und den neuen Hauptbahnhof. Der Panoramaweg schließt jeweils an der Moltkebrücke sowie der Kronprinzenbrücke an das städtische Höhenniveau an. So kann man auf gleicher Höhe oberhalb der Spree promenieren. Dabei verläuft der Panoramaweg an zwei Stellen über brückenartige Bauwerke. Darunter, fünf Meter tiefer, liegt die mit Gussasphalt und Granitplatten gestaltete Uferpromenade, die von Wiesen und Trauerweiden begleitet wird.

Die hohen Uferböschungen werden durch das historische Uferdeckwerk aus Kalkstein gehalten. Ein Pavillon im inneren Park bietet Schutz gegen Sonne und Regen. Er bildet auch einen Ort für kleinere öffentliche Open-Air-Veranstaltungen. Mit der Gustav-Heinemann-Brücke wird die wichtige Fußgängerverbindung vom Vorplatz des Hauptbahnhofs, über die Spree hinweg, durch den Spreebogenpark in das Parlaments- und Regierungsviertel eröffnet. Die Brücke überspannt wie ein schlanker „Balken“ die beiden Spreeuferpromenaden sowie das eigentliche Spreebecken und verbindet den Panoramaweg des Spreebogenpark mit der Rahel-Hirsch-Straße, deren Bürgersteig sich an dieser Stelle zu einer kleinen Aussichtsterrasse aufweitet.

Senatorin Junge-Reyer: „"Im Berliner Regierungsviertel wird durch die Benennung dieser Brücke des weltoffenen und liberalen Bundespräsidenten Gustav Heinemann gedacht. Brücken verbinden und dies, so denke ich, ist ein Motto das diesem sozialdemokratischen Politiker gerecht wird. Ein Bürgerpräsident, der in seinem politischen Lebenswerk selbst viele Brücken geschlagen hat. Ich freue mich persönlich außerordentlich, dass Angehörige von Herrn Heinemann und Christina Rau der Benennung dieser Brücke nach ihrem Großvater beiwohnen.“"

Die Gustav-Heinemann-Brücke besitzt eine Gesamtbreite von 5 m und weist eine Gesamtlänge von 88 m auf, wobei die Spannweite zwischen den beiden Mittelpfeilern 66 m beträgt. Das Gewicht der Stahlbrücke beträgt 220 t. Die nächtliche Illumination des Gehweges zeichnet die Brücke als „Lichterkette“ nach. Den architektonischen Entwurf für die Brücke lieferte das Ingenieurbüro Max Dudler.


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