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Honecker-Bunker: Abschluss der Baumaßnahmen zur Sicherung - Beginn der wissenschaftlichen Dokumentation


20.05.05, Pressemitteilung
Der Bunker 17/5001, auf dem ehemaligen Gelände des Ausweichführungssitzes des Nationalen Verteidigungsrates der DDR ist einmalig im gesamten Bundesgebiet. Bekannt ist dieses Bauwerk auch als Honecker-Bunker

Das Bauwerk misst 66,3 Meter in der Länge, 48,9 Meter in der Breite und 24 Meter in der Tiefe. Die Grundsteinlegung erfolgte am 30.08.1978. Nach fünfjähriger Bauzeit wurde der Bunker am 13.12.1983 in Betrieb genommen. Hier sollte im „Ernstfall“ ein Überleben bis zu 14 Tagen möglich sein.

Das Bauwerk galt nach seiner Fertigstellung als der technisch vollkommenste Bunker des Warschauer Vertrages außerhalb der Grenzen der damaligen Sowjetunion. Baulich einmalig sind die Containerkonstruktionen, die zur Schwingungsdämpfung freihängend montiert sind. Darin befanden sich, teils zweigeschossig, die eigentlichen Funktionsräume des obersten Führungsgremiums der DDR.

Einige Daten:
Bodenplatte: 2,40 m
Außenwände: 1,65 m
Innenwände: 0,90 m
Deckenkonstruktion: bis zu 7,20 m stark

Nach der Außerdienststellung und der anschließenden Verschließung des Bauwerkes Anfang der neunziger Jahre durch die Bundeswehr, kam es in den letzten 10 Jahren wiederholt zu illegalen Öffnungen, die dem Land Berlin mehrfach enorm hohe Kosten verursachten. Ein rigoroser „Bunkertourismus“ setzte ein. Das Bauwerk wurde verwüstet und geplündert. Die entwendeten und zerstörten Einrichtungsgegenstände stellen einen unwiederbringlichen Verlust dar. Außerdem stellt er auch ein großes Risiko für Neugierige oder zufällige Besucher dar. In den letzten Jahren waren die Berliner Forsten, als Eigentümer des Bunkers, auf der Suche nach einem kompetenten und seriösen Kooperationspartner zur Sicherung und wissenschaftlichen Dokumentation des Bauwerkes. Diesen fanden sie in dem ehrenamtlich arbeitendem Verein BBN e.V. –- Berliner Bunkernetzwerk.

Seit März 2005 sichern die Berliner Forsten und der BBN e.V. gemeinsam den Bunker. Neben dem Einbau von Sicherheitsverschlüssen findet auch eine personelle Überwachung des Bauwerkes statt. Zusätzlich zur Sicherung erstellt der BBN e.V. eine wissenschaftliche Dokumentation des Bunkers. Durch das starke öffentliche Interesse an dem Bunker, der für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, hat der Verein ein Konzept entwickelt, dass eine virtuelle Besichtigung des Bunkers ohne Gefahren ermöglicht. Um eine virtuelle Darstellung des Bunkers erstellen zu können, muss im Vorfeld eine genaue bildliche und messtechnische Aufnahme des gesamten Bauwerkes erfolgen.

Diese Arbeiten werden durch den Verein mit neuester Foto- und Messtechnik verwirklicht. Aufwendige dreidimensionale Aufnahmen vom Inneren des Bunkers stellen die Grundlage der Dokumentation da. Den Abschluss der Dokumentationsarbeiten für die authentische Darstellung des Bunkers mit seinen insgesamt 176 Räumen auf 3 Ebenen und einem Gesamtvolumen von über 64.000 Kubikmetern, plant der Verein zum Dezember 2007.


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