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Der Stadt verpflichtet prägte er das Gesicht Berlins


09.04.02, Pressemitteilung
Der Architekt und Stadtplaner Prof. Hardt-Waltherr Hämer wird 80 Jahre alt.

Der Berliner Architekt und Stadtplaner Hardt-Waltherr Hämer wird am kommenden Sonnabend, den 13. April 2002 seinen 80. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlass wird der Senator für Stadtentwicklung Peter Strieder heute um 11.00 Uhr in der Akademie der Künste das im Berliner Jovis Verlag erschienene Buch „Stadt im Kopf – Hardt-Waltherr Hämer“, das das Werk des weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannten Architekten würdigt, vorstellen. In seiner Laudatio erklärt Senator Peter Strieder u.a.: „Meine Beziehung zur Arbeit Prof. Hämers ist natürlich von Kreuzberg geprägt, von der Internationalen Bauausstellung und von der Hinwendung zur behutsamen Stadterneuerung. Ich habe Gustav Hämer kennen und schätzen gelernt als einen neuen Typ von Architekten mit einem leidenschaftlichen Interesse und Engagement für die bestehende Stadt, verbunden mit sozialem Engagement und Teilnahme für die Bewohner. Prof. Hämer wurde damit Vorbild und Anreger für eine ganze Generation junger Architektinnen und Architekten, deren Anliegen es war, Politik, Städtebau und Architektur in ein neues Verhältnis zu setzen, in dem die Isolierung der einzelnen Disziplinen aufgebrochen wurde. Unter seiner Leitung wurden die heute selbstverständlich klingenden Ziele der Behutsamen Stadterneuerung erfunden und zur Grundlage der Planung gemacht. Unter der politischen Fürsorge von Bausenator Harry Ristock hieß das: ‚Stadterneuerung soll sich an den Interessen der Bewohner und Gewerbetreibenden orientieren, die Bausubstanz sollte erhalten bleiben, die berühmte Kreuzberger Mischung von Wohnen und Arbeiten soll erhalten und entwickelt werden.‘ Der Kampf gegen den Flächenabriss und für den pfleglichen Umgang mit den gewachsenen Stadtstrukturen war der Kern der Botschaft der ‚behutsamen Stadterneuerung‘, die von Gustav Hämer entscheidend geprägt wurden und die programmatisch weit über Kreuzberg und Berlin hinaus bis heute Bedeutung haben. Es galt gebaute Geschichte zu erhalten, das Quartier in seiner Einzigartigkeit, in seiner strukturellen Individualität zu entdecken, die Lebensweise der Menschen als Maßstab für die bauliche Hülle wichtig zu nehmen: diese Bewegung bedeutete eine Zeitenwende für die Stadtentwicklungspolitik. Das ist bis heute so geblieben, auch wenn sich die Bedingungen für Stadtentwicklung radikal gewandelt haben – und zwar nicht nur im finanziell gebeutelten Berlin. Die Hinwendung zur Stadt, die Bedeutung der Quartiere für das städtische Zusammenleben, Engagement in der Stadtentwicklung sind auch heute Richtschnur des politischen Handelns. Nicht vorbei ist das Ringen darum, Stadt zu erhalten, die sozialen Ressourcen ihrer baulichen Gestalt zu pflegen und die Menschen im Prozess der Veränderungen ernst zu nehmen. Dabei hängt viel von Engagement für die ‚Zivilgesellschaft‘ ab. Diesem Prinzip verpflichtet hat Prof. Hardt-Waltherr Hämer vielen Bürgern Mut gemacht, ihre Rechte in die eigene Hand zu nehmen. Ihr Engagement für die eigene Wohnung, den eigenen Kiez hat er immer unterstützt und gefördert. Stadtpolitik ist im positiven Fall eine konstruktive Verkettung von Debatten und Auseinandersetzungen um den richtigen Weg. Für diesen Weg steht Hardt-Waltherr Hämer seit vielen Jahrzehnten. Zu seinem 80. Geburtstag wünschen wir, dass er noch viel produktiven Sand ins manchmal so schwerfällige Getriebe der Stadt streuen wird.“


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