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Agenda 21

Prozess und Organisation der Berlin-Agenda

Nach der Rio-Konferenz 1992 ist in Berlin viel geschehen. Der Prozess wurde von Anfang an von vielen Akteuren und Akteursgruppen getragen. Es wurden arbeitsteilige Organisationsstrukturen geschaffen.

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Schematische Darstellung von vier Aktuergruppen
Die Berliner Agenda 21 und ihre erfolgreiche Umsetzung basiert auf der Arbeit von vier Akteursgruppen.



Berlins Weg zur lokalen Agenda 21

Berlins Agenda-Prozess begann auf lokaler Ebene. Ab 1993 gründeten sich zahlreiche Gruppen und Projekte. Einige bezirkliche Verwaltungen nahmen diese Arbeit auf. So wurde Köpenick zum Vorbild für den gesamtstädtischen Agenda-Prozess. 1997 wurde bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das Berliner Agendabüro eingerichtet, das den Agenda-Prozess auf gesamtstädtischer Ebene begleitete und koordinierte. Zur Unterstützung der bezirklichen Aktivitäten sowie zur Zusammenführung der stadtweiten Agenda-Aktivitäten initiierte das Agendabüro im gleichen Jahr ein Koordinatorenmodell und gründete eine Arbeitsgruppe von Agenda 21-Beauftragten aus allen Senatsressorts und der Senatskanzlei. Parallel dazu konstituierte sich der "Runde Tisch zur nachhaltigen Entwicklung in Berlin und Brandenburg".


Förderung der nachhaltigen Entwicklung


Zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung in Berlin wurde 1999 vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) die "Projektagentur Zukunftsfähiges Berlin" gegründet. Finanziert von der Berliner Lotto-Stiftung und aufbauend auf den vielfältigen Initiativen in der Stadt wurden Projekte, Modellvorhaben und Kampagnen auf gesamtstädtischer Ebene entwickelt, qualifiziert und umgesetzt. Insgesamt konnten im Zeitraum 1999 bis 2007 fast 100 Projekte gefördert werden. Etwa ein Drittel der im Agenda-Beschluss genannten Leitprojekte sind durch die Projektagentur unterstützt bzw. ermöglicht worden. Diese konkreten Projekte haben zu einem besseren Verständnis des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung beigetragen, konnten dessen Ausstrahlungskraft erhöhen und haben insgesamt die Agenda 21-Aktivitäten in Berlin deutlich befördert. Die Projektagentur beendete ihre Arbeit im Mai 2007.

Das Berliner Abgeordnetenhaus setzte 1998 die erste Enquetekommission "Zukunftsfähiges Berlin" ein, die 1999 ihren Endbericht vorlegte. Im gleichen Jahr beauftragte das Parlament den Senat, mit einem partizipativen Ansatz eine Lokale Agenda 21 für Berlin aufzustellen und dem Abgeordnetenhaus zur Beschlussfassung vorzulegen. In den Jahren 2000 und 2001 tagte die zweite Enquete-Kommission "Lokale Agenda 21 – Zukunftsfähiges Berlin", die in ihrem Endbericht wesentliche Grundlagen für die Berlin-Agenda legte.


Agendaforum


Im Jahr 2000 löste das Agendaforum den "Runden Tisch zur nachhaltigen Entwicklung in Berlin und Brandenburg" als Koordinierungsstelle der Akteure der Nichtregierungsorganisationen ab. Nach drei Jahren intensiver Arbeit – teilweise unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern des Senats und der Wirtschaft – legte das Agendaforum im Herbst 2003 der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung einen ersten Agenda-Entwurf vor. Es folgte eine schwierige Diskussionsphase. Am 15. März 2004 wurde dann der überarbeitete Entwurf dem Senat übergeben, der wiederum die einzelnen Kapitel kommentierte und den Entwurf dann dem Berliner Abgeordnetenhaus vorlegte. Anschließend wurde der Verein "Berlin 21 e.V." zur Fortsetzung der Agenda-Arbeit gegründet.

Die Mehrheit des Abgeordnetenhauses war der Meinung, dass der Entwurf dem langjährigen Berliner Agenda-Prozess nicht ausreichend Rechnung trage. Weil der vorgelegte Entwurf des Agendaforums nicht als mehrheitsfähig angesehen wurde, setzte der Ausschuss für Stadtentwicklung eine für alle Fraktionen offene Redaktionsgruppe ein. Dieser ist es gelungen, einen mehrheitsfähigen Agendatext zu verfassen, der am 8. Juni 2006 als "Lokale Agenda 21 Berlin" vom Abgeordnetenhaus beschlossen wurde.


Links zu den Nachhaltigkeitsinitiativen ausgewählter Bezirksämter








Weiterführende Inhalte


Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Foto: Prof. Dr. Holger Rogall
Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung
Foto: Prof. Dr. Holger Rogall


   
 
 


 
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